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Weihnachtsfrieden beim Finanzamt – ein dämlicher Werbegag

von Udo Rupkalwis
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Ich erwarte nun von Finanzamt einen kleinen Betrag an Rückerstattung und könnte mit den dort Tätigen ganz zufrieden sein. Aber ein ganz besonders böser Werbegag stört mich dann doch.

 

Jedes Jahr zu Weihnachten verkündet das Finanzministerium meines Landes den Weihnachtsfrieden. Die Finanzämter verzichten dabei auf belastende Maßnahmen zum Weihnachtsfest. Keine Vollstreckungen, keine Außenprüfungen – es ist einfach ein Amt voller Gutmenschen.

 

Aber was soll denn diese unsinnige PR-Maßnahme? Kommt der Bescheid heute nicht, kommt er morgen.

 

In der Pressemitteilung des vergangenen Jahres (dieses Jahr kam noch nichts rein) hieß es, man werde auf die erwähnten Maßnahmen verzichten, nicht aber auf den Versand von Steuerbescheiden und Mahnungen. Bei drohender Verjährung werde das Finanzamt auch tätig werden.

 

Wie in jedem Jahr werden die Radiosender und Zeitungen diese Meldung des Finanzministeriums unkommentiert weiterverbreiten und Hofberichterstattung betreiben.

 

Was bedeutet diese Info aus dem Finanzministerium aber wirklich? Nichts! Sie bedeutet nichts! Sie heißt auf gut deutsch: Wir machen die Arbeit nicht heute, sondern nach den Feiertagen und genießen erst mal die Zahlung unseres Weihnachtsgeldes.

 

Ist der Weihnachtsfrieden des Finanzministeriums ein Akt der Nächstenliebe? Nein. Es ist einfach nur ein PR-Gag, der den Steuerpflichtigen auch nicht mehr Geld in den Kassen beschert.

Ein ruhiges Gewissen bringt der Weihnachtsfrieden säumigen Steuerzahlern auch nicht. Lasst diese unsinnige PR-Kampagne!

 

Letzte Änderung: Dec 18 2011 um 01:44:40

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