kino.to offline - na klar, wir haben ja die Kohle |
| von Udo Rupkalwis |
Wem sollten wir einen Vorwurf machen? Den Leuten, die das Filmmaterial am heimischen Rechner angeschaut haben? Denjenigen, die die Links zu den Streams gesetzt haben (also "kino.to")? Oder denjenigen, die urheberrechtlich geschütztes Material ins Netz geladen haben?
Ich mache den größten Vorwurf dem Gesetzgeber! Wir leben im Jahre 2011 und diese ewig-Gestrigen leben immer noch in der analogen Welt. Die Justiz lässt sich hier zu einem Handlanger der Filmindustrie (also der Privatwirtschaft) machen. Die Filmindustrie sieht durch das Internet seine lukrativen Einnahmequellen schwinden und bäumt sich nun in einem letzten verzweifelten Versuch auf.
Ihr meint, meine These sei populistisch? Die Filmindustrie müsse doch irgendwie an ihr Geld kommen? Die Produktionen seien doch so teuer - das müsse doch bezahlt werden?
Ja, das muss es. Aber nicht so. Das beste Beispiel ist die Musikindustrie. In den 1990er Jahren war es kein Problem, Musik einfach so aus dem Internet zu laden. Dann kamen die Anwälte und machten Terror. Sie gingen nach ein paar verzweifelten Prozessen sang- und klanglos unter (es sind wahrscheinlich die gleichen verkrachten Existenzen, die heute im Namen der Filmindustrie klagen).
Musik kann man heute vollkommen legal als Stream anhören. Beispiele wären last.fm oder simfy.de. Dafür bin ich auch gern bereit, zu zahlen. Warum ist das beim Videostreaming in der heutigen Zeit noch nicht möglich?
Warum machen sich deutsche Gerichte zum Diener einer milliardenschweren Industrie? Wie viel Millionen und Milliarden Euro soll dieses Affentheater den Steuerzahler noch kosten? Ein verlorenes Gerichtsverfahren zahlt im Zweifelsfall der Unterlegene - doch die aufwändige Arbeit unserer Polizeibeamten zahlen die Steuerzahler!
Solange wir für solchen Unsinn noch Geld haben, kann es uns doch gar nicht so schlecht gehen, oder?
Letzte Änderung: Jun 30 2011 um 18:28:21
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